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Vor- und Nachteile der Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung: Wichtige Absicherung oder unnötiger Luxus?

MoneyCheck | Vor- und Nachteile der BerufsunfähigkeitsversicherungDas eigene Hab und Gut hat fast jeder Deutsche mit einer Hausratversicherung abgesichert, auch ein Haftpflichtschutz für Schäden, die Dritten gegenüber verursacht werden, gehört für die meisten Bundesbürger zum gängigen Standardschutz. Wenn es allerdings um die Absicherung der eigenen Arbeitskraft und damit eine finanzielle Existenzsicherung geht, sind viele Menschen zurückhaltender. Dabei wird eine Berufsunfähigkeitsversicherung von Experten als absolut unerlässliche Versicherung für alle Berufsgruppen empfohlen. Das statistische Risiko für Berufsanfänger bis zum Renteneintritt berufsunfähig zu werden, liegt bei rund 40 Prozent. Dennoch haben lediglich 25 Prozent aller Deutschen eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Zwar ist vielen Menschen bewusst, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung wichtig sein kann, dennoch zögern sie eine Entscheidung unter diversen Aspekten hinaus oder verzichten gänzlich. Ein vergleichender Blick auf die Vor- und Nachteile soll Klarheit darüber bringen, ob sich der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung lohnt.

 

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Pro: Die Vorteile einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Das wesentliche Argument, das für eine Berufsunfähigkeitsversicherung spricht, ist sich gegen das hohe Risiko, den Ausfall der eigenen Arbeitskraft, umfassen zu schützen. Für eine Berufsunfähigkeitsversicherung sprechen weitere gute Gründe:

Schutz vor dem sozialen Abstieg

Die meisten Menschen sind auf ihr Einkommen aus ihrer beruflichen Tätigkeit angewiesen, sichert diese doch ihre Existenz und nicht selten auch die ihrer Familie. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung springt dann ein, wenn der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, und fängt damit den möglichen Verlust des regelmäßigen Einkommens auf. Zwar zahlt Vater Staat im Falle einer Berufsunfähigkeit eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente, die Höhe beziffert sich allerdings gerade mal auf die Hälfte des bisherigen monatlichen Nettogehalts – zu wenig, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann die finanzielle Lücke aufgefangen werden. Sofern nicht ausreichend privates Vermögen, zum Beispiel durch Kapitalanlagen oder Einnahmen durch Vermietungen, existiert, was bei den wenigsten Menschen der Fall ist, stellt eine Berufsunfähigkeitsversicherung eine effektive Lösung dar, sich vor dem Risiko eines sozialen Abstiegs zu schützen.

 

Leistung unabhängig von der Ursache

Anders als andere Versicherungen, die die Arbeitskraft absichern, leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung unabhängig vom Grund des beruflichen Ausfalls. Neben Unfällen und körperlichen Erkrankungen sind über die Berufsunfähigkeitsversicherung als einzige Versicherung überhaupt auch psychische Erkrankungen, wie Depressionen, mit abgesichert. Ein Blick auf die Statistik belegt es: Nervenerkrankungen und psychische Erkrankungen gehören mit Abstand (30 Prozent) zur Hauptursache, die zu einer Berufsunfähigkeit führt. Weitere Ursachen sind Erkrankungen am Skelett- und Bewegungsapparat, schwere Krankheiten, wie Krebs, Unfälle sowie Herz- und Gefäßsystemerkrankungen. Während alternative Versicherungen, wie etwa eine Unfallversicherung, eine Dread Disease Versicherung oder eine Grundfähigkeitsversicherung, lediglich Teilbereiche abdecken, garantiert die Berufsunfähigkeitsversicherung umfassenden Schutz für jede Art von Erkrankung und Unfall.

Berufsunfähigkeitsversicherung leistet schon bei 50 Prozent Berufsunfähigkeit

Fast alle Policen einer Berufsunfähigkeitsversicherung sehen einen Leistungsanspruch bereits dann vor, wenn der Versicherte zu 50 Prozent berufsunfähig ist. Wer demnach nur noch in der Lage ist, „mit halber Kraft“ zu arbeiten, erhält bereits die volle Berufsunfähigkeitsrente. Die Beiträge entfallen. Zum Vergleich: Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente wird erst ausgezahlt, wenn der Berufsunfähige weniger als drei Stunden täglich arbeiten kann. Auch bei den anderen privaten Versicherungen zur Absicherung der Arbeitskraft gelten meist strengere Kriterien, bis eine Erwerbsunfähigkeit anerkannt wird und der Versicherte eine Leistung erhält.

Darüber hinaus zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung schon dann, wenn der Versicherte in seinem bislang ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten kann (sofern es keine abstrakte Verweisung gibt). Konkret bedeutet dies: Der nach einem Unfall an den Beinen gelähmt Dachdecker erhält die Berufsunfähigkeits-Rente selbst wenn er in der Lage wäre, einer sitzenden Bürotätigkeit nachzugehen. Die Erwerbsminderungsrente kommt dagegen erst dann zur Auszahlung, wenn überhaupt keine Arbeit mehr ausgeübt werden kann.

Berufsunfähigkeitsversicherung bietet Planungssicherheit

Wieviel Geld Betroffene im Fall der Fälle von der Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten, können Versicherte individuell festlegen. Die Höhe der BU-Rente ist eine variable Größe, die sich im besten Fall am bisherigen monatlichen Einkommen orientiert, damit eine finanzielle Absicherung und die Aufrechterhaltung des Lebensstandards gewährleistet ist.

 

Contra: Die Nachteile einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Individuelle Gründe, auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu verzichten, gibt es eine Menge. Häufig ist es das unterschätzte Risiko nach dem Motto „Mich trifft es schon nicht“ ein Grund oder auch die Angst, sich mit einem unangenehmen Thema auseinanderzusetzen, warum viele sich scheuen, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Hinzu kommen Argumente, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung zu teuer sei, das Geld lieber für etwas anderes ausgegeben werde könne und ein Abschluss aufgrund der strengen Gesundheitsprüfung überhaupt nicht möglich sei. Auch das Risiko, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung im Ernstfall sowieso nicht zahle, ist ein Grund, sie gar nicht erst abzuschließen. Um letztlich eine gute Entscheidung zu treffen, ist es sinnvoll, die Kritikpunkte etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und auch die Gegenargumente (Nachteile) einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu berücksichtigen.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist teuer

MoneyCheck | Vor- und Nachteile Berufsunfähigkeitsversicherung Die Beiträge für die Berufsunfähigkeitsversicherung sind im Vergleich zu alternativen Versicherungslösungen (die jedoch auch weniger leistungsstark sind) durchaus hoch. Welche monatliche Prämie im individuellen Fall gezahlt werden muss, hängt dabei von mehreren Faktoren ab:

  • der gewünschten Höhe der Berufsunfähigkeitsversicherung-Rente
  • dem ausgeübten Beruf (gegliedert nach Risikogruppen)
  • dem Alter bei Vertragsabschluss
  • der Dauer der Leistungszeit
  • dem Ergebnis der Gesundheitsprüfung

Je nach individuellen Voraussetzungen kann der Beitrag daher zwischen etwa 50 und 500 Euro monatlich schwanken, unter Umständen sogar höher ausfallen. Wer sich beispielsweise als Maurer im Alter von 45 Jahren mit einer monatlichen Rente von 2.000 Euro absichern möchte, sollte mit einem hohen Beitrag für die Berufsunfähigkeitsversicherung rechnen. Fakt ist: Nicht jeder wird sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung leisten können, vor allem keine mit einer ausreichend hohen BU-Rente, die den bisherigen Lebensstandard auffängt.

Berufsunfähigkeitsversicherung steht nicht jedem offen

Die Versicherer ordnen den einzelnen Berufen bestimmten Risikogruppen zu. Grundsätzlich gilt: Wer ein hohes Risiko für eine Berufsunfähigkeit hat, wie das beispielsweise bei Polizisten, Maurern, Physiotherapeuten, Dachdeckern oder Schornsteinfegern der Fall ist, kann mit einem (je nach Risikogruppe) Beitragszuschlag rechnen. Einigen wenigen Berufsgruppen bleibt der Zugang zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung sogar komplett verwehrt. Nicht versicherbar sind beispielsweise Artisten, Berufssportler und Künstler.

Die Gesundheitsprüfung ist streng

Vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine Gesundheitsprüfung obligatorisch. Antragsteller müssen darin detaillierte Angaben zu möglichen Vorerkrankungen machen. Anhand des Ergebnisses erstellt der Versicherer ein Risikoprofil, welches im negativen Fall für den Versicherten zu Risikozuschlägen, unter Umständen auch zu einer Versicherungsablehnung führen kann.

Das Risiko besteht zudem, dass bei der Beantwortung Fehler gemacht werden. Denn wer falsche Angaben macht oder den Gesundheitszustand beschönigt, der riskiert, dass der Versicherer im Leistungsfall die Zahlung der BU-Rente verweigert. Spätestens jetzt wird die Versicherung die gemachten Angaben anhand von Krankheitsakten nämlich genauer unter die Lupe nehmen.

Gefahr von schlechter Absicherung durch verwirrende Tarifbedingungen

Die Versicherungsbedingungen einer Berufsunfähigkeitsversicherung sind komplex und können infolge von mangelnder oder falscher Beratung für den Versicherten negative Auswirkungen, zum Beispiel in Form einer Leistungsverweigerung, haben. Vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist es daher empfehlenswert, auf folgende Aspekte zu achten:

  • Verzicht auf abstrakte Verweisung: Diese Vertragsklausel sollte Bestandteil jeder Berufsunfähigkeitsversicherung sein. Denn enthält der Vertrag eine „abstrakte Verweisung“, darf im Falle eine Berufsunfähigkeit der Versicherte auf einen anderen als den bislang ausgeübten Beruf verwiesen werden.
  • einen kurzen Prognosezeitraum: Der von einem Arzt bestätigte Prognosezeitraum gibt an, wie lange der Betroffene voraussichtlich berufsunfähig sein wird. Je kürzer der Prognosezeitraum, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet. Ärzte tun sich in der Regel schwer damit, eine Prognose über mehrere Jahre zu stellen, so dass im schlimmsten Fall die Berufsunfähigkeitsversicherung gar nicht zahlt. Im Idealfall wird daher ein Prognosezeitraum von nicht mehr als sechs Monaten mit dem Versicherer vereinbart.
  • eine Leistungsdynamik: Mit einer garantierten Leistungsdynamik wird das inflationäre Risiko berücksichtigt und die ausgezahlten Leistungen der Inflation angepasst.
  • Beitragsdynamik oder Nachversicherungsgarantie: Grundsätzlich geht es bei beiden Klauseln der Berufsunfähigkeitsversicherung darum, die BU-Rente zu erhöhen. Während sich bei einer Beitragsdynamik die Beiträge automatisch erhöhen, bietet die Nachversicherungsgarantie lediglich die Möglichkeit, Änderungen am Vertrag aufgrund von sich ändernden Lebensumständen vorzunehmen. Hier sollte im individuellen Fall überlegt werden, ob und wenn ja, welche Option infrage kommt.

Fazit zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist unbestritten die optimalste und umfassendste Lösung, um sich vor dem möglichen Verlust der eigenen Arbeitskraft zu schützen und im Falle einer Berufsunfähigkeit den bisherigen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Entscheidend ist vor allem, dass sie unabhängig von der Ursache der Berufsunfähigkeit leistet und demnach eine garantierte Leistung verspricht.

Tatsache ist jedoch, dass eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung durchaus ihren Preis hat. Um nicht zu hohe Beiträge zahlen zu müssen, ist grundsätzlich ein Abschluss in jungen Jahren sinnvoll – zu einem Zeitpunkt, wenn das Risiko noch relativ gering ist und demnach auch die Beiträge überschaubar sein können. Von günstigen Beiträgen einer Berufsunfähigkeitsversicherung profitieren

  • junge Menschen
  • gesunde Menschen ohne Vorerkrankungen
  • Menschen in wenig risikobehafteten Berufen

Wer diese Kriterien nicht erfüllt, der kann sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung unter Umständen erst gar nicht leisten oder fällt von vornherein durch das Raster. Bevor aber die eigene Arbeitskraft gar nicht abgesichert wird, sollten lieber Alternativlösungen zur Berufsunfähigkeitsversicherung in Betracht gezogen werden, zur Auswahl stehen unter anderem

Für die passende Absicherung und vor dem Hintergrund der Frage, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung im individuellen Fall die beste Lösung sein kann, ist eine persönliche Beratung immer empfehlenswert. Die Tariflandschaft ist groß und für den Laien nicht leicht zu überblicken, zudem gilt es einige Fallstricke zu beachten. Nur wer bereits beim Abschluss alles richtig macht, kann im Ernstfall auch sicher sein, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung ihre Leistungen erbringt.