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Produkthaftpflichtversicherung

Warum lohnt sich der Abschluss einer Produkthaftpflichtversicherung?

MoneyCheck | ProdukthaftpflichtversicherungDie Produkthaftpflichtversicherung gewährt innerhalb einer Betriebshaftpflichtversicherung zusätzlichen Schutz für einen Versicherungsnehmer. Sie ist dabei allerdings stets mit besonderen Versicherungsprämien und außerdem auch mit separaten Selbstbeteiligungen für den betreffenden Unternehmer verbunden, der die entsprechende Police abschließt.

Um das Produkthaftrisiko wirksam und effektiv durch einen geeigneten Versicherungsschutz abzudecken, welcher nicht durch die normale Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt werden kann, bietet sich die Produkthaftpflichtversicherung als wertvoller zusätzlicher Schutz für den Unternehmer an.

Jeder Anbieter, der heute ein Produkt der unterschiedlichsten Art in den Verkehr bringt, indem er es weiter verkauft, ist nämlich gemäß Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG) für dessen Verwendungs- und Gebrauchssicherheit gegenüber dem jeweiligen Käufer oder Verwendung verantwortlich und kann entsprechend zur Haftung im Falle von Schadensersatzansprüchen heran gezogen werden.

Haftung für Hersteller und Unternehmen, welche Produkte über den Handel oder auch den Zwischenhandel heute in den Verkehr bringen, gestaltet sich auf der Grundlage des Produkthaftungsgesetzes (ProdHaftG) relativ umfangreich und kann im Schadensfall bei der Verwendung eines solchen Problems aufgrund der umfangreichen Schadensersatzansprüche der entsprechenden Produktverwender schnell zu einem Problem für den jeweiligen Hersteller werden.

Das Produkthaftungsgesetz schützt den Hersteller oder Lieferanten zunächst erst einmal vor der Regresspflicht, wie aus reinen Schäden an der ausgelieferten Ware erwachsen können. Darüber hinaus sind jedoch auch sämtliche der sogenannten Weiterfresserschäden, vertragliche Ansprüche geschädigter Käufer aus ordnungsgemäßer Vertragsrealisierung und auch Schadensfälle, die bei der gewöhnlichen Produktverwendung im  Ausland entstehen können, durch eine entsprechende Produkthaftpflichtversicherung wirksam abgedeckt.

Sinnvoll ist die Erweiterung einer möglicherweise bereits bestehenden reinen Betriebshaftpflichtversicherung um eine Produkthaftpflichtversicherung jedoch vor allem auch für sogenannte Hersteller und Quasi-Hersteller aller Arten von unterschiedlichsten Roh- und Zwischenprodukten.

Welche Schäden sind im Rahmen einer Produkthaftpflichtversicherung mitversichert?

Grundsätzlich greift jede moderne Produkthaftpflichtversicherung für folgende unterschiedliche Arten von Schäden, resultierend aus Schadensersatzansprüchen Dritter auf bloße Vermögens- oder Kostenschäden:

  • beim Nichtvorhandensein vertraglich zugesicherter zentraler Produkteigenschaften an der ausgelieferten Ware; hierbei deckt eine bestehende Produkthaftpflichtversicherung generell alle Arten verschuldensunabhängiger Personenschäden und Sachschäden ab, wie sie aus dem Fehlen von zugesicherten Produkteigenschaften einer Ware resultieren könnten
  • reine Vermögensschäden oder Kostenschäden werden abgedeckt, die aus der Weiterverarbeitung oder alternativ auch aus der Weiterbearbeitung eines Produktes entstehen können, welches durch einen Hersteller in den Verkehr gebracht worden ist
  • Vermögensschäden oder Kostenschäden werden erfasst und abgedeckt, die in der Folge der Verbindung oder auch der Vermischung der gelieferten Ware mit anderen Produkten entstehen können
  • Schäden werden erfasst, die infolge es Ausbaus eines mit Mängel behafteten Produktes auftreten, wenn dieses zum Beispiel durch ein neues und entsprechend fehlerfreies Produkt ersetzt werden muss
  • Schäden werden reguliert, die infolge de Herstellung von mit Mängeln behafteten Produkten auf fehlerhaften Maschinen oder Produktionsanlagen zu beklagen sind.

Reine Vermögensschäden, die aufgrund der Lieferung von mit Mängeln behafteter Ware gegenüber dem Hersteller der betreffenden Produkte durch den Käufer entsprechend geltend gemacht werden könnten, sind explizit in den jeweiligen Deckungsumfang einer modernen Produkthaftpflichtversicherung einbezogen worden.

Auch alle Versicherungsnehmer, deren Produkte oder Erzeugnisse im Zuge der modernen und arbeitsteiligen Produktion von Dritten weiter verarbeitet oder gar veredelt werden, damit sie anschließend über den Handel in den Verkehr gelangen können, dürften heute vom Abschluss einer Produkthaftpflichtversicherung deutlich profitieren.

Auch kleinen privaten Handwerksbetrieben ist es heute dringend anzuraten, möglichst eine wirksame Produkthaftpflichtversicherung abzuschließen. Gerade hier wird nämlich erfahrungsgemäß der Haftungsumfang gegenüber dem End- oder Letztverbraucher häufig unterschätzt.

Beispielsweise bei der Lieferung und Montage von Bodenfliesen an private Endverbraucher haftet jeder kleine Handwerksbetrieb vertraglich auf der Grundlage des Produkthaftungsgesetzes (ProdHaftG) nicht nur verschuldensunabhängig durch entsprechende Nachlieferung möglicherweise defekter Fliesen oder Fliesen ohne die zuvor zugesicherten Eigenschaften, sondern außerdem auch durch sogenannten Ersatz vergeblicher Aufwendungen. Auch hier kann der rechtzeitige Abschluss einer entsprechenden Produkthaftpflichtversicherung wirksam Abhilfe schaffen.

Was sollte ich beachten, bevor ich eine Produkthaftpflichtversicherung abschließe?

Es wurde eingangs bereits erwähnt, dass der Abschluss einer modernen Produkthaftpflichtversicherung heute für einen großen Teil der Unternehmer durchaus sinnvoll ist und daher geboten erscheint. Gleichfalls wurde jedoch auch erwähnt, dass die entsprechende Police stets auch eine zusätzliche finanzielle Belastung parallel zur bestehenden Betriebshaftpflichtversicherung darstellt, die stets mit zusätzlichen Prämienzahlungen an den entsprechenden Versicherungsträger und darüber hinaus auch mit einer separaten Selbstbeteiligung für den jeweiligen Versicherungsnehmer verbunden ist.

Aus diesem Grunde heraus, ist es vor dem Abschluss einer Produkthaftpflichtversicherung stets sinnvoll, die entsprechenden Kosten und Konditionen der einzelnen in Frage kommenden Versicherungsträger miteinander zu vergleichen. Dies kann zum Beispiel mit der sachkundigen Hilfe eines entsprechenden Experten geschehen, zum Beispiel in Gestalt eines unabhängigen Versicherungsmaklers. Ebenso kommen für einen entsprechenden Vergleich der im Angebot befindlichen Produkthaftpflichtversicherungen jedoch auch die im Internet verfügbaren Vergleichsportale in Betracht.

Ebenso sollte jedoch vor dem Abschluss einer Produkthaftpflichtversicherung stets bedacht und berücksichtigt werden, dass auch eine solche Police ihre Grenzen hat. Keinen Versicherungsschutz, beziehungsweise keine Deckung, gewähren nämlich heute die Träger möglicher Produkthaftpflichtversicherungen für alle Arten von Schäden, welche dem Versicherungsnehmer bei Schäden am eigenen Produkt entstehen können. Ebenso sind vom Deckungsumfang im Kontext einer modernen Produkthaftpflichtversicherung ausgeschlossen:

  • Schäden infolge der Lieferung von Waren, die bereits definitiv mit einem sogenannten Rechtsmangel behaftet waren
  • Schäden, welche auf ein bewusstes vorsätzliches oder grob fahrlässiges Abweichen des jeweiligen Herstellers von den gesetzlichen Vorschriften oder Verordnungen des Gesetzgebers zurück geführt werden können
  • Schäden, die infolge Verstoßes gegen behördliche Anweisungen und Auflagen oder auch Anweisungen des Herstellers zu beklagen sind
  • Schäden, die infolge der Verwendung von Erzeugnissen auftreten, welche entweder nicht dem aktuellen Stand der Technik entsprechen oder aber auch nicht genügend erprobt und getestet worden sind, ehe sie in den Verkehr gelangt sind.

In jedem Falle ist es also rechtzeitig vor dem Abschluss einer entsprechenden Produkthaftpflichtversicherung für den potenziellen Versicherungsnehmer unbedingt sinnvoll, nicht nur die Preise und Leistungspakete der in Frage kommenden Versicherungsträger ausgiebig zu studieren, sondern sich vor allem auch mit deren Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AGBs) zu beschäftigen. Hier empfiehlt es sich jedoch vor allem, mögliche Leistungsausschlüsse oder auch Leistungseinschränkungen im Schadensfalle gründlich zu hinterfragen, die ein Versicherungsträger bei einer Produkthaftpflichtversicherung gegebenenfalls zum Ansatz bringen kann.

Auch sollten die Kulanz und die Reputation der entsprechenden Versicherungsgesellschaft ausgiebig geprüft werden, ehe sich de betreffende Unternehmer endgültig zum Abschluß einer Produkthaftpflichtversicherung durchringen kann. Auch hierfür können entsprechende Testberichte unabhängiger Organisationen und Verbraucherschutzinstitutionen sowie die entsprechenden Vergleichsportale im Internet durch den betreffenden Unternehmer genutzt werden.

Welche Leistungen sind bei einer Produkthaftpflichtversicherung im Schadensfall mit inbegriffen?

MoneyCheck | ProdukthaftpflichtversicherungWie auch bereits bei der normalen Betriebshaftpflichtversicherung werden aufgrund des vergleichsweise recht hohen Haftungsrisikos von Herstellern und Händlern gemäß Produkthaftungsgesetz (ProdHaftG) hohe Ansprüche an die Leistungen gestellt, welche eine Produkthaftpflichtversicherung im Schadensfall erbringen sollte.

Grundsätzlich sollten durch jede Police im Rahmen einer Produkthaftpflichtversicherung zumindest Leistungen erbracht werden, die zur Deckung sämtlicher Kosten, resultierend aus Personen-, Sach- oder Vermögensschäden resultieren, die infolge einer Produktverwendung entstanden sind.

Hinzu sollten jedoch auch Leistungen für den Fall von Schäden kommen, die dritten Personen im Wege der Weiterverarbeitung oder auch der Nutzung eines Produktes erwachsen können.

Absolut sinnvoll und empfehlenswert ist es jedoch auch, sofern eine bestehende Produkthaftpflichtversicherung auch für eventuell seitens eines Geschädigten geltend gemacht Nachbesserungskosten oder Nachlieferungskosten einspringen kann.

Entsprechende Erweiterungen von Produkthaftpflichtversicherungen decken heute üblicherweise auch echte Schäden ab, die infolge einer Produktverwendung am Vermögen Dritter entstehen können. Werden nämlich infolge eines mangelhaften Produktes Schadensersatzsprüche Dritter geltend gemacht, weil diesem eine zugesicherte Eigenschaft fehlt oder weil Schäden bei der Weiterverarbeitung oder Veredlung des fehlerhaften Produktes entstehen, so sollte die Produkthaftpflichtversicherung ebenfalls Leistungen für den Versicherungsnehmer im konkreten Schadensfall erbringen.

Leistungen sollten auch immer dann seitens eines Versicherungsträgers im Zuge einer Produkthaftpflichtversicherung gewährt werden, wenn ein mangelhaftes Produkt im Zuge seiner Vermischung oder Vermengung mit anderen Waren zur Unverkäuflichkeit einer solchen Charge oder auch zur deutlichen Reduzierung des Endverbraucherpreises führt.

Schadensbeispiele, bei denen heute die Leistungen einer modernen Produkthaftpflichtversicherung gefragt sind, gibt es viele und meist gestaltet sich der Einzelfall, in welchem entsprechende Regressforderungen seitens Geschädigter gegenüber einem Hersteller oder Lieferanten artikuliert werden, äußerst komplex.

Klassische Beispiele für Leistungen aus einer Produkthaftpflichtversicherung sind beispielsweise:

  • Verbrennungen, die einem Endverbraucher infolge einer unsachgemäß verarbeiteten Heizdecke im Zuge von deren gewöhnlichen Gebrauch entstehen können; so etwa dadurch, dass sich die gelieferte Heizdecke anstatt auf die üblichen 50 Grad Celsius infolge des genannten Verarbeitungsfehlers bis auf 100 Grad Celsius erhitzt, was beim Benutzer zu entsprechenden Verbrennungen führt, welche eine ärztliche Behandlung erforderlich machen
  • ein Betrieb, welcher mit der Herstellung von Plastikbechern für Joghurtprodukte betraut ist, versichert einem weiterverarbeitenden Unternehmen in Gestalt eines Joghurtproduzenten, dass die gelieferten Plastikbecher absolut geschmacksneutral seien; aufgrund von entsprechenden Reklamationen von Käufern der Joghurt-Erzeugnisse stellt sich dann jedoch heraus, dass die Plastikbecher deutlich nach Chemie, beziehungsweise nach Kunststoffen schmecken, was zur geschmacklichen Beeinträchtigung der gesamten Joghurt-Lieferung und damit letztendlich zur absoluten Unverkäuflich der entsprechend abgefüllten Charge geführt hat.

Leistungen, beziehungsweise Leistungspakete, die in jeder modernen Produkthaftpflichtversicherung generell enthalten sein sollten, sind heute:

  • Leistungen bei allen Arten von Personen- und von Sachschäden, die infolge des Fehlens von definitiv zugesicherten Eigenschaften eines in Verkehr gebrachten Produktes beim Verwender oder bei einem weiter verarbeitenden Unternehmen möglicherweise entstehen können
  • Leistungen, resultierend aus Vermischungs-, Verbindungs- oder auch Verarbeitungsschäden eines mit Mängeln behafteten Produktes, welches entsprechend in den Verkehr gebracht worden ist
  • Leistungen, resultierend aus Schadensersatzansprüchen bei Weiterverarbeitungsschäden oder bei Bearbeitungsschäden eines in Verkehr gebrachten fehlerhaften Produktes
  • Leistungen bei entsprechenden Aus- und Einbaukosten, wenn ein mit Fehlern behaftetes Produkt ausgetauscht und durch ein mangelfreies Produkt ersetzt werden muss
  • Leistungen, resultierend aus Schadensersatzansprüchen, welche sich unmittelbar auf mangelhafte Maschinen zurück führen lassen
  • Leistungen bei Prüf- und Sortierkosten, resultierend aus der Verwendung einer mit Mängeln behafteten Ware.

Konkret übernimmt jede moderne Produkthaftpflichtversicherung dann jedoch weitere Leistungen für ihren jeweiligen Versicherungsnehmer. Dies sind im Allgemeinen:

  • die konkrete Erfassung des einzelnen und stets individuellen Schadensfalls
  • die Prüfung entsprechender Schadensersatzansprüche, wozu gegebenenfalls Gutachter und Sachverständige heran gezogen werden müssen
  • die gerichtliche Abwehr unberechtigter oder gegebenenfalls auch zu hoher Schadensersatzansprüche
  • die Regulierung bis zur konkreten Höhe der zuvor individuell vertraglich vereinbarten Deckungssumme.

Wer als Versicherungsnehmer einer rechtswirksam abgeschlossenen Produkthaftpflichtversicherung ganz genau wissen möchte, welche konkreten Leistungen seine Produkthaftpflichtversicherung als der jeweilige Vertragspartner im Schadensfall im Detail erbringt, der sollte hierzu in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AGBs) der jeweiligen Gesellschaft nachlesen.

Welche Leistungen sind bei einer Produkthaftpflichtversicherung im Schadensfall nicht mit inbegriffen?

Es wurde eingangs bereits darauf hin gewiesen, dass bei Schäden, die einem Versicherungsnehmer im Zuge der Verwendung eigener fehlerhafter Produkte entstehen können, die Produkthaftpflichtversicherung nicht greift und somit an ihre Grenzen stößt. Jedoch gibt es weitere Fälle, in denen die bestehende Produkthaftpflichtversicherung ihre Leistungen möglicherweise nicht erbringt.

So sind zum Beispiel heute von der Erbringung von Leistungen im Rahmen des Versicherungsschutzes der Produkthaftpflichtversicherung folgende Unternehmungen, beziehungsweise Branchen, regelmäßig aus geschlossen:

  • reine Dienstleistungsunternehmen, die lediglich eine physisch nicht fassbare Dienstleistung oder einen Service und keine Ware in den Verkehr bringen
  • dazu zählen zum Beispiel unterschiedlichste Arten von Planungs- und von Konstruktionsbüros
  • Abfüll- und Verpackungsbetriebe
  • bestimmte kleinere Handwerksbetriebe.

Nicht in den Leistungsumfang einer bestehenden Produkthaftpflichtversicherung ist jedoch grundsätzlich die Lieferung mangelfreier Ware an sich. Während der Käufer gemäß Bürgerlichem Gesetzbuch (BGB) grundsätzlich zur vollständigen und fristgemäßen Bezahlung des Kaufpreises einer gekauften Ware verpflichtet ist, muss der Verkäufer termingerecht eine mangelfreie Ware liefern. Kommt es zu entsprechenden Sachmängeln an einer gelieferten Ware oder auch an deren Verpackung, beziehungsweise am zum jeweiligen Lieferumfang gehörenden Zubehör, so fällt dies unter die sogenannte Sachmängelhaftung, welche den Käufer zu entsprechenden Maßnahmen berechtigt (Nachbesserung, Minderung des Kaufpreises und im Extremfall sogar Wandlung) und ist jedoch keineswegs durch die Produkthaftpflichtversicherung abgedeckt, da diese nur dann greift, sofern es im Zuge der Verwendung und Nutzung oder auch der Weiterverarbeitung und Veredlung eines mit Mängeln behafteten Produktes zu entsprechenden Personen-, Sach- oder Personenschäden kommt.

Nicht in die Leistungspflicht einer bestehenden Produkthaftpflichtversicherung integriert ist gleichfalls die Abdeckung solcher Kosten, wie sie zum Beispiel dem produzierenden Unternehmen aus vorbeugenden Rückrufaktionen mit Fehlern behafteter Produkte erwachsen können. Die hieraus möglicherweise entstehenden hohen Kosten (zum Beispiel auch in der Folge des VW-Abgasskandals) sind regelmäßig nicht im Leistungsumfang einer Produkthaftpflichtversicherung enthalten, sondern müssen stets durch eine separate Police, die sogenannte Rückrufkostenversicherung, abgedeckt werden.

Gleichfalls leistet die moderne Produkthaftpflichtversicherung immer dann nicht, wenn ein fehlerhaftes Produkt durch den Verbraucher oder Käufer nicht gemäß seinem Verwendungszweck genutzt worden ist. Ausschlüsse aus der Leistungspflicht der Produkthaftpflichtversicherung sind auch immer dann regelmäßig möglich, wenn das fehlerhafte Produkt nicht dem aktuellen Stand der Technik entspricht oder wenn seine Verwendungs- und Gebrauchssicherheit durch den jeweiligen Hersteller oder Lieferanten vor der jeweiligen In-Verkehr-Bringung nicht ausgiebig angetestet wurde.

Sämtliche Arten von Leistungsausschlüssen sind nicht nur in den entsprechenden gesetzlichen Rechtsquellen, sondern im Allgemeinen auch in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AGBs) eines Herstellers erfasst, kodifiziert und explizit benannt. Eine Lektüre der entsprechenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AGBs) eines Versicherungsträgers verschafft dem Versicherungsnehmer Klarheit darüber, ob entsprechende Schadensersatzansprüche, die im Rahmen des Produkthaftungsgesetzes (ProdHaftG) als relevante Rechtsgrundlage an ihn heran getragen werden, von seiner gültigen Police abgedeckt werden oder nicht.

Was sollte ich tun, wenn ein Schadensfall eintritt?

MoneyCheck | ProdukthaftpflichtversicherungAuch bei der modernen Produkthaftpflichtversicherung gelten konkrete Regelungen und sogar Verpflichtungen für das Verhalten des betroffenen Versicherungsnehmers in einem konkreten Schadensfall. Diese sind möglichst umfassend einzuhalten, da es bei sogenannten objektiven Pflichtverletzungen des betroffenen Versicherungsnehmers, vor allem in Bezug auf die entsprechende Schadensbegrenzungs- und auch Meldepflicht, stets geschehen kann, dass entsprechende Leistungen des zuständigen Versicherungsträgers entweder zumindest eingeschränkt, im Extremfall jedoch sogar auch rechtswirksam ausgeschlossen werden können.

Bei geschädigten Personen im Zuge der Verwendung oder der Weiterverarbeitung eines fehlerhaften Produktes sollte der Versicherungsnehmer umgehend die nächste Polizeidienstelle kontaktieren. Ganz gleich, wie eindeutig eine vermeintliche Schuld des jeweiligen Herstellers oder Verkäufers eines schadhaften und mit entsprechenden Fehlern behafteten Produktes auch im konkreten Versicherungsfall zu Tage treten mag, niemals sollte der Versicherungsnehmer voreilig ein Schuldanerkenntnis abgeben.

Es ist grundsätzlich nicht zu empfehlen, dass der Versicherungsnehmer unverzüglich einen eigenen Rechtsbeistand einschaltet. Sämtliche Schriftstücke, welche Schadensersatzforderungen Geschädigter enthalten, sollten stattdessen unverzüglich an den jeweils zuständigen Versicherungsträger weiter gereicht werden.

Die fotografische Dokumentation des Schadensbildes ist für den Versicherungsnehmer zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, ist jedoch durchaus sinnvoll. Der konkrete Schaden sollte auch im Rahmen einer bestehenden Produkthaftpflichtversicherung schnellstmöglich an den jeweils zuständigen Versicherungsträger gemeldet werden. Hierzu gibt es meist standardisierte Meldewege, zum Beispiel in Gestalt von Schadensformularen, die oft bereits der Police anhängen.

Alle Angaben über Schadensursache, Schadenshergang und vermeintliche Schadenshöhe müssen strikt der Wahrheit entsprechen und dabei auch im Idealfalle durch den Versicherungsträger nachgeprüft werden können.

Grundsätzlich hat der Versicherungsnehmer auch jede Art von sinnvoller Maßnahme zu treffen, welche insgesamt als geeignet erscheint, eine Ausweitung oder Vergrößerung des Schadens zu vermeiden. Dazu gehört bei möglichen Brandschäden zum Beispiel auch zwingend das Erfordernis hinzu, dass möglichst zeitnah die Feuerwehr herbei gerufen wird, um den ausgebrochenen Brand professionell zu bekämpfen.

Die Bergung von potenziell durch den Schaden betroffenem Inventar, das Vom-Netz-Nehmen elektrischer und elektronischer Geräte, die Erstellung von Listen, die geschädigte oder zerstörte Gegenstände enthalten, das Schließen des Hauptwasserhahns und anderes mehr sind entsprechend geeignete und daher insgesamt sinnvolle Maßnahmen im Zuge eines Schadens, der bei einer Produkthaftpflichtversicherung entsprechende Relevanz erlangt.

Wann setzt der Versicherungsschutz der Produkthaftpflichtversicherung ein?

Um die Frage zu beantworten, wann bei der Produkthaftpflichtversicherung der Versicherungsschutz für den Versicherungsnehmer einsetzt, können verschiedene Arten von Rechtsquellen heran gezogen werden. Dies sind heute im Allgemeinen:

  • das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB)
  • das Handelsgesetzbuch (HGB)
  • das Versicherungsvertragsgesetz (VVG)
  • die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AGBs) des Versicherungsträgers
  • individuelle Vereinbarungen zwischen Versicherungsträger und Versicherungsnehmer.

MoneyCheck | ProdukthaftpflichtversicherungIst ein Vertrag über eine Produkthaftpflichtversicherung rechtswirksam geschlossen worden und kam die entsprechende Police zur Aushändigung, so gibt es meist ein im Vertrag fixiertes Datum, ab welchem der Versicherungsschutz einsetzt.

Im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) wird jedoch zusätzlich unterschieden zwischen dem formalen Versicherungsbeginn, dem materiellen Versicherungsbeginn und dem technischen Versicherungsbeginn. Der formale Versicherungsbeginn setzt immer dann ein, sofern er Vertrag unterschrieben worden ist und wird nicht selten mit dem Beginn der Zahlungspflicht de ersten Versicherungsprämie harmonisiert. Davon abweichende Regelungen sind in der Bundesrepublik Deutschland grundsätzlich zulässig, sofern dadurch ein bereits eingetretener Schaden nicht noch explizit rückwirkend versichert wird.

Der materielle Versicherungsbeginn bezeichnet den Übergang der Haftungspflicht im konkreten Schadensfall auf den Versicherungsträger und fällt meist auf jeweils 00:00 Uhr des Tages des formalen Versicherungsbeginns. Davon abweichende Regelungen sind grundsätzlich zulässig.

Der technische Versicherungsbeginn fällt meist zusammen mit der Fälligkeit der ersten Versicherungsprämie. Er sollte kalendermäßig als exakt fassbares Datum kodifiziert werden, da er Bedeutung erlangt für den Beginn und das Ende des Versicherungsschutzes und für die Gestaltung der individuellen Versicherungsperiode. Davon abweichende Regelungen und Übereinkünfte sind in der Bundesrepublik Deutschland jedoch grundsätzlich zulässig.

Wie hoch sollte die Deckungssumme der Produkthaftpflichtversicherung sein?

Die Deckungssumme oder Versicherungssumme bezeichnet grundsätzlich jenen Geldbetrag, bis zu welchem der Versicherungsträger im Schadensfall haften und dementsprechend regulieren muss. Ist sie zu niedrig, liegt Unterdeckung oder Unterversicherung vor. Ist sie zu hoch, handelt es sich um die teure Überdeckung der Überversicherung.

Die Deckungssumme sollte bei jeder Form von Produkthaftpflichtversicherung jedoch grundsätzlich durch einen sachkundigen Experten ermittelt werden, um Über- oder Unterversicherung zu vermeiden.

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zur Produkthaftpflichtversicherung berechnet?

Dies sind die Wahrscheinlichkeit des Eintritts eines entsprechenden Versicherungsschadens, die vermutliche Schadenshöhe und auch die prognostizierte Schadenshäufigkeit während der jeweiligen Versicherungsperiode. Maßgeblich sind jedoch auch die Höhe der Deckungssumme, das Ausmaß der Selbstbeteiligung des Versicherungsnehmers, die Zahlweise der Versicherungsprämie sowie mögliche Rabatte oder Nachlässe des jeweiligen Versicherungsträgers.

Welchen Nutzen hat ein Vergleich der Produkthaftpflichtversicherung für mich?

Ein Versicherungsvergleich sollte auch bei einer bestehenden Produkthaftpflichtversicherung möglichst regelmäßig durchgeführt werden. Er ermöglicht es dem Versicherungsnehmer nämlich, den Anbieter mit dem optimalsten Preis-Leistungs-Verhältnis, der größtmöglichen Kulanz im konkreten Schadensfall und der besten Reputation bei den Versicherungsnehmern eruieren zu können.

Kann ich die Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzen?

Gemäß Einkommenssteuergesetz (EStG) und Abgabenordnung (AO) stellen die Prämien zur Produkthaftpflichtversicherung entsprechende Betriebsausgaben dar und können gegen Vorlage der Versicherungsrechnung von der Steuerlast abgesetzt werden.

Worauf muss ich bei der Kündigung meiner Produkthaftpflichtversicherung achten?

Ich muss die Kündigungsfristen und die Kündigungsmodalitäten des Versicherungsträgers beachten. Diese finden sich zumeist in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AGBs) des Versicherungsträgers.

Die Kündigung sollte stets als eingeschriebener Brief mit Rückschein aufgegeben werden. Um die Zusendung einer Kündigungsbestätigung in Schriftform sollte man den Versicherungsträger jedoch grundsätzlich bitten.

Worauf muss ich bei einem Wechsel meiner Produkthaftpflichtversicherung achten?

Es dürfen keine Lücken im Versicherungsschutz entstehen und zunächst sollte ein Versicherungsvergleich durchgeführt werden, ehe man sich zu einem Wechsel entschließt.

Rein formal gelten dann dieselben Erfordernisse und Formalitäten, wie auch bereits bei der Kündigung einer bestehenden Produkthaftpflichtversicherung. Also die Schriftform und das entsprechende Einschreiben.