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Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht

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Gewässerschadenhaftpflicht & Öltankversicherung

Gewässerschadenhaftpflicht & Öltankversicherung – warum lohnt sich der Abschluss?

MoneyCheck | Öltankhaftpflichtversicherung Auch in Zeiten von erneuerbaren Energien werden in Deutschland noch viele Haushalte mit Öl beheizt. Während man bei Neubauten heutzutage auf den Einbau von Öltanks verzichtet, sind es vor allem ältere Immobilien, die mit Öl heizen. Immerhin gut fünf Millionen und damit fast ein Drittel der Haushalte verfügen noch über Öltankanlagen. Damit stellt die Ölheizung nach der Gasheizung die zweithäufigste Methode zur Wärmegewinnung dar. In den meisten Haushalten steht dafür ein Öltank mit einem Fassungsvermögen von 3.000 bis bis 50.000 Litern im Keller des Hauses und wird regelmäßig von einer Heizölfirma aufgefüllt.

Das Heizen mit Öl birgt jedoch ein großes Risiko: Durch das Platzen des Öltanks oder, was wesentlich häufiger vorkommt, durch ein Leck oder einen Riss im Tank tritt Öl aus und gelangt ins Erdreich und verunreinigt dieses genauso wie angrenzende Gewässer. Auch trotz regelmäßiger Wartung kann ein kleiner Riss lange Zeit unbemerkt bleiben und seine katastrophalen Auswirkungen erst nach einigen Jahren zeigen. Da bereits ein Liter Heizöl ausreicht, um bis zu eine Million Liter Wasser zu kontaminieren, liegt es auf der Hand, dass der Schaden ein immenses finanzielles Ausmaß für den Besitzer des Öltanks annehmen kann. Die Beseitigung des Umweltschadens ist durch Maßnahmen zur Dekontaminierung und entsprechende Gegenmaßnahmen meist extrem aufwändig und dementsprechend teuer. In der Regel muss das gesamte Erdreich abgetragen und als Sondermüll entsorgt werden. Nicht zu vernachlässigen sind Schädigungen von Personen, die beispielsweise durch verseuchtes Grundwasser vergiftet werden und entsprechende medizinische Behandlungen benötigen.

Der Besitzer des Öltanks steht für sämtliche Schäden und Folgekosten, die infolge von austretendem Öl entstehen, gemäß Wasserhaushaltsgesetz in der vollen und unbegrenzten Haftung. Darin heißt es wortwörtlich in § 89.2:

  • „Gelangen aus einer Anlage, die bestimmt ist, Stoffe herzustellen, zu verarbeiten, zu lagern, abzulagern, zu befördern oder wegzuleiten, derartige Stoffe in ein Gewässer, ohne in dieses eingebracht oder eingeleitet zu sein, so ist der Inhaber der Anlage zum Ersatz des daraus einem anderen entstehenden Schadens verpflichtet; Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend. „

Es gilt zudem die sogenannte Gefährdungshaftung. Das bedeutet, dass dem Öltankbesitzer kein Verschulden nachgewiesen werden muss, es reicht allein die Tatsache aus, im Besitz eines Öltanks zu sein. Vor diesem Hintergrund ist jedem Eigentümer eines Öltanks der Abschluss einer Öltankhaftpflichtversicherung, als auch Gewässerschadenhaftpflicht bezeichnet, unbedingt zu empfehlen.

Eine Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht schützt zwar nicht vor einem Ölschaden, wohl aber kann sie mit hohen Versicherungssummen effektiven Versicherungsschutz vor den finanziellen Auswirkungen bieten. Sinnvoll ist der Abschluss einer Öltankhaftpflichtversicherung daher vor allem für alle Eigentümer sowie Vermieter von Immobilen, die ihr Haus mit Öl beheizen sowie für Grundstücksbesitzer, sofern sich auf dem Grundstück ein Öltank befindet. Auch im gewerblichen Bereich kann eine Öltankhaftpflichtversicherung durchaus eine lohnenswerte Versicherung sein, zum Beispiel, wenn Betriebe Gefahrengut lagern oder damit arbeiten. Versicherungsschutz über die Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht besteht dabei nicht nur für den Besitzer des Öltanks, sondern auch für all jene Personen, die mit der Wartung und Verwaltung des Öltanks beauftragt wurden, zum Beispiel ein Hausmeister in einem Mietshaus.

 

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Welche Schäden sind im Rahmen einer Gewässerschadenhaftpflicht & Öltankversicherung mitversichert?

Die Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht ist eine Haftpflichtversicherung und reguliert dementsprechend Schäden, die gegenüber Dritten entstanden sind und für die Schadensersatzansprüche von öffentlicher oder privater Seite geltend gemacht werden. Versicherungsschutz über die Öltankhaftpflichtversicherung besteht dabei für

  • Sachschäden
  • Personenschäden
  • „echte“ Vermögensschäden
  • „unechte“ Vermögensfolgeschäden, die aus einem Sach- und Personenschaden resultieren

Meist sind es folgende Ursachen, die zu einem Schaden am Öltank führen:

  • Materialmängel am Tank
  • Bedienungsfehler der Öltankanlage
  • Versagen von Schutzeinrichtungen der Anlage
  • Elementarschäden, zum Beispiel Erdbeben, Überschwemmung, Lawinen
  • Sturm
  • Brand, Blitzschlag und Explosion

In der Regel sind auch die sogenannten Allmählichkeitsschäden über die Öltankhaftpflichtversicherung mit abgedeckt. Auch Schäden durch Eigenverschulden des Versicherungsnehmers können über die Öltankhaftpflichtversicherung mitversichert werden. In dem Fall wird meist eine obligatorische Selbstbeteiligung vereinbart. Entsteht ein Schaden während des Befüllens des Öltanks, so steht das Unternehmen, das beauftragt wurde, in der Haftung und muss den Schaden ersetzen.

Mögliche Schadensszenarien, bei denen die Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht Versicherungsschutz bietet, sind:

An der Unterseite des sich im Keller befindlichen Öltanks hat sich im Laufe der Jahre ein kleiner Riss gebildet, aus dem sukzessive Öl austritt. Erst als der Riss größer wird und mehr Öl ausläuft, fällt der Schaden bei einer der regelmäßigen Wartungen auf. Es stellt sich heraus, dass bereits eine große Menge an Öl ins Erdreich gesickert ist. In der Folge müssen aufwändige Dekontaminierungsmaßnahmen zur Reinigung des Bodens stattfinden. Der verseuchte Boden gilt als Sondermüll und muss als solcher kostenaufwändig entsorgt werden.

Bei einem schweren Unwetter mit Hochwasser wird der schwere Öltank aus der Verankerung gerissen und mehrere 1 000 Liter Öl treten aus. Das Öl gelangt ins Erdreich und sickert bis zu einem nahe gelegenen Gewässer, das für Fischzucht genutzt wird. In der Folge sterben nicht nur die Tiere, sondern der Fischzuchtbetrieb hat zudem erhebliche Umsatzeinbußen zu verzeichnen.

Das infolge einer fehlerhaften Wartung austretende Öl gelangt zunächst unbemerkt ins Trinkwasser. Mehrere Personen erleiden erhebliche Vergiftungen und müssen über längere Zeit medizinisch behandelt werden. Gesundheitliche Langzeitfolgen sind nicht ausgeschlossen.

 

Was sollte ich beachten, bevor ich eine Gewässerschadenhaftpflicht & Öltankversicherung abschließe?

MoneyCheck | Öltankhaftpflichtversicherung Bevor Sie eine Öltankhaftpflichtversicherung bzw. eine Gewässerschadenhaftpflicht abschließen, sollten Sie sich als Besitzer eines Öltanks zunächst informieren, ob die Absicherung im individuellen Fall für Sie notwendig ist. Unter Umständen kann das Risiko auch über die private Haftpflichtversicherung mit abgedeckt werden. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn es sich um einen kleineren Öltank mit maximal 10.000 Liter Fassungsvermögen handelt. Hierbei sollten Sie jedoch im Zweifel bei der entsprechenden Haftpflichtversicherung nachfragen, ob der Öltank automatisch zum Versicherungsumfang gehört oder ob dieser in die Versicherungspolice mit aufgenommen werden muss.

Grundsätzlich ist eine Öltankhaftpflichtversicherung bzw. eine Gewässerschadenhaftpflicht aber eine eigenständige Police, die nicht als Zusatzbaustein an eine andere Police, zum Beispiel eine Haftpflichtversicherung, gekoppelt werden kann.

Wer sich für den Abschluss einer Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht entscheidet, sollte sich zudem darüber informieren, welche Aufgaben ihm als Versicherungsnehmer obliegen, um im Schadensfall Leistungen von der Öltankhaftpflichtversicherung bzw. der Gewässerschadenhaftpflicht zu beanspruchen. So ist eine regelmäßige Wartung des Tanks, ganz gleich ob ober- oder unterirdisch, unabdingbar. Diese Wartung beinhaltet neben einer regelmäßigen Prüfung von Fachleuten auch eine professionelle Reinigung sowie eine Druckkontrolle mindestens alle fünf Jahre gemäß gesetzlichen Vorschriften. Die beauftragten Gewerke sind im Versicherungsschutz der Öltankhaftpflichtversicherung inkludiert. Sollte daher während einer Wartung ein Schaden entstehen, ist auch dieser über die Öltankhaftpflichtversicherung bzw. die Gewässerschadenhaftpflicht mit abgedeckt.

Jede Art der Veränderung, die an einem Heizöltank vorgenommen wird, zum Beispiel ein Wechsel einzelner Bestandteile oder auch der komplette Austausch der Anlage, ist der Öltankhaftpflichtversicherung umgehend mitzuteilen. Meist stellt diese Veränderung sogar einen Vorteil für den Versicherungsnehmer dar: Notwendige Modernisierungen der Anlage können zu einem geringeren Beitrag der Öltankhaftpflichtversicherung führen.

Zu beachten ist der Unterschied zwischen einer Öltankhaftpflichtversicherung und einer Öltankversicherung. Während die Öltankhaftpflichtversicherung ausschließlich Schäden reguliert, die gegenüber Dritten entstanden sind, kommt die Öltankversicherung für den reinen Sachschaden an der eigenen Öltankanlage auf.

 

Welche Leistungen sind bei einer Gewässerschadenhaftpflicht & Öltankversicherung im Schadensfall mit inbegriffen?

Sollte es infolge von austretendem Öl zu einem Schaden kommen, können Sie als Versicherungsnehmer folgende Leistungen von der Öltankhaftpflichtversicherung bzw. der Gewässerschadenhaftpflicht in Anspruch nehmen:

  • die direkten Kosten zur Beseitigung des Ölschadens, zum Beispiel die Dekontaminierung des Erdreichs, die Entsorgung von verunreinigter Erde als Sondermüll sowie die Reinigung von Gewässern (öffentliche Forderung)
  • die Folgekosten in Form von Sach-, Personen- und Vermögensschäden gegenüber Dritten (private Forderung)
    • Sachschäden: Die Kosten zur Reparatur oder Wiederanschaffung von beschädigten oder zerstörten Gegenständen
    • Personenschäden: Die Kosten zur Wiederherstellung der menschlichen Gesundheit, zum Beispiel Behandlungs- und Therapiemaßnahmen
    • Vermögensschäden: Die Kosten, die beispielsweise durch Umsatzeinbußen oder Arbeitsausfälle entstehen
  • die Rettungskosten, die zur Verhinderung oder Abwehr eines Schadens notwendig sind, zum Beispiel durch den Einsatz der Feuerwehr

Optional lassen sich über eine Öltankhaftpflichtversicherung auch Eigenschäden mitversichern. Sollte beispielsweise das eigene Gebäude durch das Öl beschädigt werden, zum Beispiel am Boden oder an den Wänden, können die entstehenden Kosten, sofern explizit vereinbart, ebenfalls über die Öltankhaftpflichtversicherung abgedeckt werden.

Da es sich bei der Öltankhaftpflichtversicherung um eine Haftpflichtversicherung handelt, gehören auch folgende Kosten automatisch zum Leistungsumfang:

  • die Kosten zur Prüfung des Schadens durch einen Gutachter: Diese Prüfungskosten beinhalten zum einen die Ermittlung der konkreten Sachlage, in welchem Umfang das Erdreich verunreinigt ist und welche Maßnahmen getroffen werden müssen. Zum anderen wird der Sachverständige prüfen, inwieweit die gestellten Schadensersatzansprüche von Dritten berechtigt sind.
  • die Kosten zur Abwehr von unberechtigten Forderungen: Sollte sich nach eingehender Prüfung herausstellen, dass die Forderung von Dritten nicht berechtigt ist, wird die Öltankhaftpflichtversicherung diese abwehren, bei Bedarf auch mit rechtlichen Mitteln. In dem Fall trägt die Öltankhaftpflichtversicherung die Kosten für einen Rechtsanwalt oder für das Gericht (passiver Rechtsschutz).

 

Welche Leistungen sind bei einer Gewässerschadenhaftpflicht & Öltankversicherung im Schadensfall nicht mit inbegriffen?

Wie bei jeder anderen Versicherung gibt es auch bei der Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht einige Leistungsausschlüsse, bei denen grundsätzlich kein Anspruch auf Leistungen besteht. Dies gilt im Besonderen für Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig herbeigeführt wurden. Wer beispielsweise wissentlich und willentlich seinen Öltank beschädigt, wird keinerlei Leistungen von der Öltankhaftpflichtversicherung beanspruchen können. Im Gegenteil: Die Öltankhaftpflichtversicherung kann in dem Fall die Versicherungspolice sogar fristlos kündigen.

Weiterhin gelten folgende Leistungsausschlüsse bei der Öltankhaftpflichtversicherung für Schäden, die

  • durch eine Missachtung von gesetzlichen Vorschriften (zum Beispiel Gewässerschutzvorschriften) eingetreten sind.
  • infolge von einem Versäumnis der regelmäßigen Wartung entstanden sind.
  • durch Veränderungen am Tank oder nach einem Austausch entstanden sind.
  • an der Öltankanlage selbst entstanden sind.
  • sich Mitversicherte gegenseitig zugefügt haben.
  • durch Streik, Krieg oder innere Unruhen entstanden sind.

 

Was sollte ich tun, wenn ein Schadensfall eintritt?

Im Falle eines Schadens durch einen defekten Öltank gilt es schnell und bedacht zu handeln. Als Versicherungsnehmer der Öltankhaftpflichtversicherung sollten Sie dabei zunächst sämtliche Maßnahmen treffen, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Dafür stehen Sie sogar gesetzlich in einer sogenannten Schadensminderungspflicht, sofern Sie durch entsprechende Handlungen nicht sich selbst oder andere gefährden. Verständigen Sie beispielsweise bei größeren Schäden die Feuerwehr oder verschließen die undichte Stelle im Tank provisorisch.

Um Leistungen von der Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht zu beanspruchen, sollten Sie alsbald Ihrer Anzeigepflicht nachkommen und eine Schadensmeldung vornehmen. Dafür geben die Versicherer der Öltankhaftpflichtversicherung bestimmte Fristen vor, die der Versicherungspolice zu entnehmen sind. Informieren Sie die Öltankhaftpflichtversicherung übrigens auch bereits dann, wenn noch keine Schadensersatzansprüche gestellt wurden, diese aber absehbar sind. Es ist die Aufgabe der Öltankhaftpflichtversicherung den Schaden und damit verbunden mögliche Forderungen zu prüfen.

In der Regel reicht es zunächst aus, den Schaden telefonisch beim Anbieter der Öltankhaftpflichtversicherung zu melden. Möglich ist es auch, ein auf der Homepage des Versicherers bereit gestelltes Schadensformular zu nutzen. In der Folge wird sich die Öltankhaftpflichtversicherung bzw. die Gewässerschadenhaftpflicht mit Ihnen in Verbindung setzen und ausführliche Angaben zum Schaden verlangen, darunter

  • den Ort und Zeitpunkt des Schadens
  • die Angaben zum Schadenshergang
  • die Ursache des Schadens
  • das (absehbare) Ausmaß des Schadens
  • die Angaben zu geschädigten Dritten
  • die Angaben zu involvierten Behörden, zum Beispiel der Feuerwehr

Für eine erste Prüfung ist es hilfreich, wenn Sie den Schaden dokumentieren und beispielsweise Fotos der Schadensstelle bei der Öltankhaftpflichtversicherung mit einreichen. Die Öltankhaftpflichtversicherung wird den Schaden eingehend durch einen Sachverständigen prüfen lassen. Dieser ermittelt, ob und wenn ja, welche schadensbehebenden Maßnahmen getroffen werden müssen. Sind sämtliche Versicherungsbedingungen erfüllt, wird die Öltankhaftpflichtversicherung bzw. die Gewässerschadenhaftpflicht die Kosten für alle versicherten Leistungen bis zur Höhe der maximalen Deckungssumme und abzüglich der Selbstbeteiligung übernehmen.

 

Wann setzt der Versicherungsschutz der Gewässerschadenhaftpflicht & Öltankversicherung ein?

MoneyCheck | Öltankhaftpflichtversicherung Mit dem Abschluss der Öltankhaftpflichtversicherung bzw. der Gewässerschadenhaftpflicht erhalten Sie in der Regel vorläufigen Versicherungsschutz bis zur Zahlung der ersten Beitragsprämie. Eine Wartezeit ist bei der Öltankhaftpflichtversicherung nicht vorgesehen. Im individuellen Fall kann es jedoch möglich sein, den Versicherungsbeginn zeitlich später zu vereinbaren, zum Beispiel vor dem Hintergrund eines Anbieterwechsels.

Der Versicherungsschutz der Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht gilt dann für die Dauer der Laufzeit, die in der Police festgelegt wird. Diese beträgt mindestens ein Jahr, kann zugunsten des Beitrags aber auch länger vereinbart werden.

Wie bei jeder Haftpflichtversicherung kann der Versicherungsschutz der Öltankhaftpflichtversicherung über die sogenannte Nachhaftungsklausel zeitlich über die Laufzeit hinaus verlängert werden. Wer eine Nachhaftung vereinbart, genießt daher für einen bestimmten Zeitraum nach Beendigung des Versicherungsverhältnisses Versicherungsschutz für Schäden, die zwar während der Laufzeit entstanden sind, jedoch erst später offensichtlich werden.

 

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Wie hoch sollte die Deckungssumme der Gewässerschadenhaftpflicht & Öltankversicherung sein?

Für die Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht sollte immer darauf geachtet werden, eine möglichst hohe Deckungssumme festzulegen. Ein Ölschaden kann im schlimmsten Fall ein immenses finanzielles Ausmaß annehmen, vor allem dann, wenn Personen zu Schaden kommen. Damit im Falle eines Falles tatsächlich sämtliche Kosten zur Beseitigung des Schadens übernommen werden, sollten Sie bereits im Vorwege gut überlegen, wie der worst case aussehen und wie hoch ein Ölschaden maximal sein könnte.

Bei der Öltankhaftpflichtversicherung geben die Versicherer in aller Regel pauschale Deckungssummen im Millionenbereich vor, die je nach Anbieter und Tarif unterschiedlich hoch ausfallen können. Allgemein empfohlen werden Deckungssummen der Öltankhaftpflichtversicherung von mindestens fünf Millionen Euro pauschal für Sach-, Personen- und Vermögensschäden. Einige Versicherer bieten auch Versicherungssummen von bis zu 15 Millionen Euro an.

 

Nach welchen Faktoren wird der Beitrag zur Gewässerschadenhaftpflicht & Öltankversicherung berechnet?

Der Beitrag der Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht richtet sich vor allem nach dem Risikopotential und dem damit verbundenen möglichen Ausmaß eines Schadens. Dementsprechend sind folgende Faktoren beitragsbeeinflussend:

  • das Fassungsvermögen des Tanks (zwischen 3.000 und 50.000 Liter): Je größer der Tank, desto höher ist das Risiko für einen Schaden größeren Ausmaßes.
  • der Standort des Öltanks innerhalb des Gebäudes (über- oder unterirdisch): Ein unterirdischer Tank ist meist beitragshöher, da er beispielsweise für Wartungen schwerer zu erreichen ist, ein Schaden meist später offensichtlich wird und das Ausmaß meist auch größer ist.
  • der Standort des Öltanks in geografischer Lage: Befindet sich der Öltank beispielsweise in einer Trinkwasserschutzzone oder sind Gewässer in der Nähe, ist das potentielle Schadensausmaß größer und damit auch der Beitrag der Öltankhaftpflichtversicherung.

Darüber hinaus bestimmen weitere Faktoren die Beitragshöhe der Öltankhaftpflichtversicherung bzw. der Gewässerschadenhaftpflicht. Dazu gehört vor allem die Höhe der Deckungssumme. Während eine hohe Deckungssumme mit einem höheren Beitrag der Öltankhaftpflichtversicherung einhergeht, reduziert eine hohe Selbstbeteiligung den Beitrag der Öltankhaftpflichtversicherung. Je nach Anbieter ist die Höhe der möglichen Selbstbeteiligung frei wählbar, teilweise werden auch pauschale Selbstbeteiligungen von beispielsweise 200 oder 500 Euro vorgegeben. In dem Fall müssten Sie als Versicherungsnehmer der Öltankhaftpflichtversicherung den Schaden bis zur festgelegten Höhe der jeweiligen Selbstbeteiligung selbst zahlen.

Beitragsbeeinflussend sind zudem die Dauer der Laufzeit, die Zahlungsweise sowie mögliche Rabatte, die der Versicherer der Öltankhaftpflichtversicherung gewährt, zum Beispiel Schadensfreiheitsrabatte oder sogenannte Mengenrabatte, wenn mehrere Versicherungen bei einem Anbieter abgeschlossen werden. Eine günstige Öltankhaftpflichtversicherung beginnt preislich bei circa 30 Euro pro Jahr.

 

Welchen Nutzen hat ein Vergleich der Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht für mich?

Ein Vergleich unterschiedlicher Tarife einer Öltankhaftpflichtversicherung bzw. einer Gewässerschadenhaftpflicht lohnt sich immer. Sowohl das Leistungsspektrum als auch die Beitragshöhe können von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich hoch ausfallen. Damit Sie aus einem Vergleich auch tatsächlich einen Nutzen ziehen können, sollten Sie bereits vorab anhand einer Risikoanalyse Ihren eigenen Bedarf ausloten und die Anforderungen, die Sie an eine Öltankhaftpflichtversicherung stellen, festlegen.

Eine gute Vergleichsmöglichkeit bietet ein Online-Tarifrechner: Dieser ermittelt schnell, kostenlos und unverbindlich anhand Ihrer Angaben eine übersichtliche Auflistung von Tarifen einer Öltankhaftpflichtversicherung, die für Ihren Bedarf in Frage kommen. Im Idealfall entscheiden Sie sich dann für das Angebot mit dem individuell besten Preis-Leistungsverhältnis. Für Rückfragen stehen in aller Regel versierte Versicherungsexperten über eine Hotline zur Verfügung.

 

Kann ich die Versicherungsbeiträge von der Steuer absetzen?

Im Hinblick auf die steuerliche Absetzbarkeit der Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht muss grundsätzlich unterschieden werden, ob

  • die Immobilie ausschließlich selbst privat genutzt wird.
  • die Immobilie selbst für gewerbliche beziehungsweise freiberufliche Zwecke genutzt wird.
  • die Immobilie vermietet wird.

Wer für sein selbst bewohntes Eigenheim eine Öltankhaftpflichtversicherung abschließt, der kann die eingezahlten Beiträge nicht bei der privaten Einkommenssteuererklärung geltend machen. Eine steuerliche Vergünstigung ist nur dann gegeben, wenn die Versicherung der persönlichen Absicherung dient, zum Beispiel eine Lebensversicherung oder eine private Haftpflichtversicherung. Das ist bei der Öltankhaftpflichtversicherung nicht der Fall.

Wird die Immobile gewerblich oder zumindest zum Teil gewerblich genutzt, können die Beiträge für die Öltankhaftpflichtversicherung (anteilig) steuerlich berücksichtigt werden. Sie gelten als Werbungskosten und stehen im Zusammenhang mit den Einkünften der gewerblichen Tätigkeit. Eine steuerliche Vergünstigung liegt auch dann vor, wenn die Immobilie gemietet ist und Sie einen Anteil der Öltankhaftpflichtversicherung mit der Nebenkostenabrechnung zahlen müssen.

Für den Fall, dass Sie selbst Vermieter einer Immobilie sind und eine Öltankhaftpflichtversicherung abgeschlossen haben, können Sie die Beiträge als Betriebsausgaben bei der Steuer geltend machen. Sollten Sie die Beiträge der Öltankhaftpflichtversicherung jedoch als Betriebskosten auf die Mieter umlegen, gelten diese Umlagen steuerrechtlich als Einnahmen, die ebenfalls bei der Steuer angegeben werden müssen. In der Folge wird sich der steuerliche Vorteil wieder aufheben.

 

Worauf muss ich bei der Kündigung meiner Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht achten?

MoneyCheck | Öltankhaftpflichtversicherung Wer seine Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht kündigen möchte, kann dies immer zum Ablauf der vertraglich vereinbarten Laufzeit tun. Bei einer Laufzeit von beispielsweise drei Jahren, können Sie daher erst am Ende des dritten Versicherungsjahres Ihre Öltankhaftpflichtversicherung kündigen und dies auch nur unter Einhaltung der Kündigungsfrist. Diese beträgt bei den meisten Anbietern einen Monat, teilweise werden auch drei Monate vereinbart. Wird die Kündigungsfrist oder gar die Kündigung versäumt, wird sich die Police der Öltankhaftpflichtversicherung in der Regel stillschweigend um ein weiteres Versicherungsjahr verlängern.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Kündigung der Öltankhaftpflichtversicherung auch während einer bestehenden Laufzeit mit der Frist von einem Monat möglich sein. Für diese sogenannte außerordentliche Kündigung der Öltankhaftpflichtversicherung müssen triftige Gründe vorliegen. Dazu gehört beispielsweise eine Beitragserhöhung des Anbieters, ohne dass die Leistungen entsprechend angepasst werden. Auch das Eintreten eines Schadensfalls gewährt die Option einer außerordentlichen Kündigung der Öltankhaftpflichtversicherung von beiden Parteien. Liegt ein Risikowegfall vor, zum Beispiel die Umstellung auf eine andere Heizmethode, ist eine außerordentliche Kündigung der Öltankhaftpflichtversicherung ebenfalls möglich.

 

Worauf muss ich bei einem Wechsel meiner Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht achten?

Wer den Anbieter seiner Öltankhaftpflichtversicherung bzw. Gewässerschadenhaftpflicht wechseln möchte, zum Beispiel weil sein Versicherer die Beiträge erhöht hat und ein anderer Tarif einer Öltankhaftpflichtversicherung günstigere Konditionen im Hinblick auf die Beitragshöhe bietet, kann dies problemlos tun. Damit jedoch auch tatsächlich ein finanzieller Vorteil besteht, sollten Sie darauf achten, dass der bestehende Tarif der Öltankhaftpflichtversicherung zum jeweiligen Zeitpunkt gekündigt werden kann. Ist das nicht möglich, müssten Sie eine Doppelversicherung in Kauf nehmen, die unweigerlich zu einer doppelten Beitragsbelastung führt, von der Sie im Schadensfall nicht profitieren. In dem Fall kann es jedoch möglich sein, mit dem neuen Anbieter der Öltankhaftpflichtversicherung einen späteren Versicherungsbeginn zu vereinbaren, damit ein zeitlich lückenloser Übergang der beiden Tarife besteht.