Vergleich dauert weniger als 60 Sek. Kostenfrei & unverbindlich
ssl SSL-Verschlüsselung Ihrer persönlich vertraulichen Daten
Kundenbewertung
4.9 / 5

Renteneinkommen für Geringverdiener sollen verbessert werden

Allianz Lebensversicherungs-Vorstand Thomas Wiesemann sagte in einem Interview: Die bisherige Anrechnung von Rentenbezügen auf die Grundsicherung im Alter sei ein „Konstruktionsfehler, der jetzt aber korrigiert werden wird“.

Die Regierungskoalition aus CDU und SPD hatte sich zuvor auf Pläne verständigt, Verbesserungen bei der Rentenbemessung für niedrigere Renten zu ermöglichen.

Bisher werden Einkünfte aus privater Vorsorge auf die Grundsicherung angerechnet. Damit profitiert der Staat von der privaten Vorsorge der Rentner, denn er mindert den Auszahlungsbetrag der Grundsicherung um die Einkünfte aus der Rente. Die Freibeträge sollen jetzt angehoben werden und Leistungen, die aus einer Riester- oder Betriebsrente, sollen die Bezüge aus der Grundsicherung aufstocken.

Der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte Wiesemann: „Es muss sich auch für Bezieher geringer Einkommen lohnen, vorzusorgen.“

Tatsächlich fällt es vor allem bei niedrigerem Einkommen schwer, noch eine eigene Vorsorge aufzubauen, um späterer Altersarmut vorzubeugen. Besonders ärgerlich, wenn die garantierten Leistungen von Arbeitgebern, die z.B. bei der Unterstützung der Riester-Rente bezogen werden können, dann später nicht dem eigenen Bedarf zugute kommen. Eine Erhöhung der Freibeträge entspricht einer Verbesserung dieser Situation.

Funktionsweise von staatlich gestützter Rente

Verschiedene Rentenmodelle werden durch staatliche Zuzahlungen unterstützt. So werden Aufwendungen durch den Arbeitnehmer selbst über staatliche Zuzahlungen oder durch gesetzlich garantierte ergänzende Zahlungen des Arbeitgebers erhöht. Später entsteht daraus eine private Zusatzrente. Ihre Beträge werden neben den Leistungen der Rentenversicherung ausbezahlt, die in der Sozialversicherung durch Pflichtbeiträge erwirtschaftet werden.

Verbesserung privater Vorsorge

Die Erhöhung der Freibeträge wirkt sich vor allem auf geringere Einkommen aus, weil sie mit höherer Wahrscheinlichkeit später einer Unterstützung bedürfen. Die dadurch erreichte spätere Erhöhung der faktischen Bezüge verringert den Effekt der Altersarmut.