29.08.17

Private Altersvorsorge ab 50 – Das ist zu beachten!

    Altersvorsorge ab 50 – Liegt das Kind schon im Brunnen?

    Nein, Sie haben noch Möglichkeiten. Aber natürlich sind diese Möglichkeiten nicht mehr so üppig wie mit 20. Denn es fehlt für eine langfristige Anlagestrategie die Zeit. Das heißt: Starke Schwankungen im Wert Ihrer Geldanlagen sollten Sie möglichst vermeiden.

    Ihr Pluspunkt: In den meisten Fällen haben Sie schon Anspruch auf eine staatliche Rente. Sie haben also schon einen Grundstock, auf dem Sie aufbauen können.

    Tipp: Ermitteln Sie, was Sie im Alter monatlich ausgeben können wollen (und müssen) und passen Sie Ihre Altersvorsorge entsprechend an. So vermeiden Sie unnötige Risiken bei dem Versuch, höhere Rendite als nötig zu erzielen.

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    Der Mix ist entscheidend

    Sie können durchsaus „auf mehreren Hochzeiten tanzen“. Wenn Sie bis jetzt nur eingeschränkt vorgesorgt haben – etwas nur über ihre staatliche Rente ohne Förderung – behalten Sie diese Vorsorge einfach bei und ergänzen sie.

    Wie Sie das tun ist zu einem großen Teil von Ihren persönlichen Vorlieben abhängig, von Ihrer Risikobereitschaft und vor allem von der Lücke, die Sie schließen müssen. Je größer die Lücke ist, desto höhere Rendite müssen Sie anstreben.

    Das geht aber nicht risikofrei. Die Risiken der unterschiedlichen Anlagestrategien sind jedoch verschieden stark ausgeprägt. Sie müssen also abwägen, was am besten zu Ihnen passt.

    Aktien

    Sie können ohne Weiteres Ihrem Vorsorgepaket Aktien hinzufügen. Insbesondere Immobilien– und Rentenfonds gelten hier als Form der Wahl ab 50. Das können Sie mit einer guten Beratung auch mixen und Aktienanlage dazufügen. Das kann im Schnitt die Rendite verbessern.

    Aber! Sie sollten zumindest etwas Ahnung vom Aktienmarkt haben, wenn Sie sich (zumindest teilweise) auf diesem Gebiet bewegen wollen. Denn Sie sollten immerhin erkennen können, wann Sie schlecht beraten werden und was eine echte Risikoanlage ist, die Sie nach Möglichkeit vermeiden sollten.

    Gehen Sie das Thema also möglichst konservativ an. Denn Ihr Vermögen müssen Sie nicht riskieren.

    Mit einem guten Mix über sogenannte Investment-Anlagen können Sie zwischen 2% und 4% Rendite über einen Zeitraum von 10 Jahren erreichen. Konkret hängt das natürlich vom gewählten Produkt ab.

    Staatliche Förderung

    Erweitern Sie Ihre staatliche Rente auf jeden Fall, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind (Sie zum Beispiel einen förderfähigen Arbeitsvertrag haben). Nicht nur die Anlage selbst bildet einen Vermögensanteil aus. Zusätzlich wird sie staatlich gefördert (Riester) oder steuerlich begünstigt (Rürup).

    Auch hier ein Aber: Nicht jede Form eignet sich für jedermann. Die Rürup-Rente hat für Menschen mit höherem Einkommen eindeutig Vorteile. Und Banksparpläne sollten Sie wenn möglich in der Riester-Rente vorziehen. Denn die müssen auf gesetzlicher Grundlage einen garantierten Ertrag abwerfen – gefährden also Ihr Vermögen nicht.

    Private Rentenversicherung

    Auch diese Form der Lebensversicherung kann einen Weg zur späten Vorsorge weisen. Denn auf Finanzprodukte dieser Art wird keine Abgeltungssteuer in der Auszahlungsphase erhoben.

    Außerdem wird eine Rentenzahlung garantiert. Damit bestimmten Sie die Rendite schon bei Vertragsschluss wesentlich mit.

    Und das Aber? Die private Rentenversicherung eignet sich nicht für jeden Geldbeutel. Außerdem wird sie weder in der Aufbauphase noch in der Auszahlungsphase staatlich gestützt. Bevor Sie sich für dieses Modell entscheiden sollten Sie also möglichst andere Formen bereits durchgerechnet haben.

    Fazit: In der Altersvorsorge „geht auch ab 50 noch was“

    Ob Sie also noch eine Eigentumswohnung erwerben oder sich an Investment-Fonds oder Unternehmen über Aktien beteiligen: Sie haben durchaus noch Möglichkeiten, Ihr Einkommen im Rentenalter zu erhöhen. Und das nicht mit unvertretbar hohen Risiken!

    Trotzdem (oder besonders deshalb) gilt: Prüfen Sie verschiedene Produkte, bevor Sie einen längerfristigen Vertrag eingehen. Nicht nur wegen der Rendite, die auch von dieser Laufzeit abhängt. Die meisten Anlagen werden über einen bestimmten Zeitraum hinweg fix vereinbart. Sie können also nicht über ihr angelegtes Geld verfügen, bevor Sie das vereinbarte Rentenalter erreicht haben. Bedenken Sie auch das in Ihrer Finanzplanung!