08.05.18

Einbruchschutz für Mieter – viel Sicherheit für wenig Geld!

    Das Wichtigste ist die Tür

    Mieter sind bei den Möglichkeiten von Umbauten in ihrer Wohnung in der Regel eingeschränkter im Vergleich zu Eigentümern. Größere oder invasivere Umbauten müssen sie in der Regel vom Vermieter genehmigen lassen. Häufig bleibt die Bitte um Genehmigung ohne Erfolg, denn der Vermieter möchte den Wohnbereich meist in einem konstanten Zustand erhalten.

    Das bedeutet: Neue Türen, einbruchsichere Zargen und Schlösser sind meist nur mit guter Begründung zu haben. Wenn die vorhandenen schon einfachen Standards genügen, haben Vermieter oft aber auch gar keinen besondere Drang, tätig zu werden.

    Hinzu kommt, dass die Umbauten, wenn sie ausschließlich auf Mieterwunsch erfolgen, auch vom Mieter finanziell bestritten werden müssen. Im Zweifel nehmen Sie also Umbauten und Werterhöhungen an der Wohnung vor. Aber dauerhaft in Ihren Besitz geht es nicht über. Wenn Sie ausziehen müssen Sie die Umbauten entweder wieder rückgängig machen – wiederum auf eigene Kosten. Oder Sie lassen alles in der Wohnung und der Nachmieter freut sich.

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    Kleine Modifikationen mit großer Wirkung

    Darum verbessern die meisten Mieter ihre Sicherheit im kleineren Rahmen. Im Fokus steht die Tür, denn sie ist der häufigste Zugriffsort, den Einbrecher nutzen. Deutlich weniger kommen über Fenster oder Terrassentüren.

    Mit einfachen Mitteln kann die Tür zusätzlich gesichert werden: Mit Zusatzkette oder Zusatz-Schloss.

    Die Bauweisen dieser Ketten-Zusatzschlösser können leicht variieren. Einige werden über die Klinke gelegt, andere benötigen einen Aufsatz an der Tür selbst, in den die Kette eingehakt wird.

    Die Preise für solche zusätzlichen Ketten beginnen schon ab ca. 40 Euro. Mit einem zusätzlich Ketten-Schloss um die 60 Euro sind Sie in den meisten Fällen ausreichend gesichert. Aber wie wirksam der Schutz ist, liegt natürlich nicht nur an der Kette. Auch die Beschaffenheit der Tür und örtliche Besonderheiten wirken auf die Sicherheit.

    Die Zusatzketten oder zusätzliche Kettenschlösser lassen sich meist selbst ohne große Hilfe anbringen. Im Zweifel fragen Sie den Fachhändler nach Unterstützung oder nützlichen Einbau-Tipps, wenn Sie sich da nicht ganz sicher sind.

    Nicht nur Einbrecher-Abwehr

    Ein großer Vorteil zusätzlicher Ketten-Sicherungen an der Wohnungseingangstür ist die gleichzeitige Absicherung vor Trick-Betrügern, die sich die Mühe eines Einbruchs ersparen wollen – Stichwort „Fuß-in-der-Tür“-Trick. Die Betrüger klingeln. Wenn jemand öffnet, drücken sie die Tür auf und verschaffen sich so Zutritt zur Wohnung. Besonders ältere Menschen und Kinder haben hier natürlich schlechtere Karten.

    Die Kette soll das weitere Aufdrücken der Tür verhindern. Sie verschafft mehr Zeit, Hilfe zu rufen, selbst wenn Sie die Tür nicht mehr geschlossen bekommen. Das bedeutet auf der anderen Seite einen Zeitverlust für den Betrüger. Und dieser Zeitverlust schreckt in den meisten Fällen bereits ab.

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    Peter Escher hilftIhr Verbraucherexperte

    Fenster im Erdgeschoss mit Fensterhebel-Schlössern sichern

    Auch wenn die Fenster nicht so häufig als Einstieg für Einbrecher dienen, sollten sie unter Umständen zusätzlich gesichert werden. In Einfamilienhäusern wird eine Fenster-Sicherung von vielen Versicherern vorgeschrieben, wenn der Versicherungsschutz umfassend greifen soll. Und auch für Mietwohnungen im Erdgeschoss lohnt sich die Zusatzsicherung.

    Mit einfachen Mitteln können die herkömmlichen Fensterhebel durch abschließbare Griffe ersetzt werden. Sie schrauben die alten einfach ab und die neuen an. Das lässt bei einem eventuellen Auszug auch wieder rückgängig machen, sorgt in der Zwischenzeit aber dafür, dass Fenster nicht trickreich durch Oberlichter oder kleine Löcher in der Scheibe einfach von außen geöffnet werden können.

    Auf den Vermieter kommt es (nicht) an

    Bauliche Veränderungen an der Wohnungseinrichtung dürfen Sie in der Regel nicht vornehmen. Mindestens bedarf es der Rücksprache mit dem Vermieter. Falls er die Umbauten genehmigt, zahlen Sie häufig mindestens einen Anteil dazu. Auch „können Sie machen – müssen Sie aber bezahlen“ ist eine beliebte Antwort. Außerdem bleiben die Einbauten in der Wohnung auch dann, wenn Sie wieder ausziehen. Ob und in welchem Umfang Sie also mit größeren Anpassungen umgehen wollen, entscheidet sich häufig am Vermieter.

    Das betrifft beispielsweise den Ersatz von Türblättern oder der gesamten Eingangspassage, einschließlich Zargen. Aber schon der Einbau von sogenannten „Spionen“ muss genehmigt werden.

    Aber es kann sich lohnen, zu fragen. Vielleicht sind gerade ohnehin Umbauten geplant oder Sie haben einen guten Draht in die Vermietung. Dann kann es natürlich sein, dass Sie Anpassungen in Ihrem Sinn durch den Vermieter vornehmen lassen können. Das entscheidet sich nach der jeweiligen Situation.

    Verpflichtet ist ein Vermieter hingegen lediglich zur Einhaltung der Bauordnungsbestimmungen und der Regeln zum Brandschutz. Das bedeutet: Es müssen geeignete Wohnungseingangstüren verbaut sein und die Rauchabschlüsse müssen stimmen. Standards zum Einbruchschutz sind hingegen nicht vorgegeben, auf die Sie sich im Zweifel berufen könnten.

    Abbaubar spart Geld

    Vor diesem Hintergrund lohnt es sich auf mittlere Sicht in der Regel nicht, dass Sie umfangreichere Umbaumaßnahmen selbst vornehmen. Denn sie können solche baulichen Veränderungen oft nur schwer rückgängig machen. Damit lassen Sie also quasi Ihr Eigentum in der Wohnung zurück, wenn Sie ausziehen. Außerdem kann es ein, dass solche Anpassungen im Zuge von Modernisierungsmaßnahmen nicht bestehen bleiben können. Darauf haben Sie unter Umständen wenig Einfluss.

    Achten Sie also am besten darauf, dass Sie abbaubare Teile verwenden. Die können Sie mitnehmen und in der neuen Wohnung wieder anbringen.

    Auf die Gewohnheiten achten: Der Experte warnt

    Der wichtigste Teil bei vorbeugenden Maßnahmen sind und bleiben Sie. Wenn Sie Ihre Tür oder die Tür ins Treppenhaus stets unhinterfragt öffnen, bereitwillig Auskunft über Ihre Wohnsituation geben, ohne zu fragen, ob die Personen tatsächlich vom „Wasserwerk“ sind, mit denen Sie gerade sprechen – dann erhöhen Sie bereits dadurch die Risiken für Einbrüche oder Trickdiebstähle. Denn Täter bringen so in Erfahrung, wer wann wie wohnt und was vielleicht dort zu holen ist.

    Kurz gesagt: Lassen Sie niemanden, der da nicht hingehört, in Ihre Wohnung oder ins Haus!

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