Die DSGVO kann für Versicherer von Vorteil sein

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) trat nach langem Ringen und ausführlichen Vorbereitungen am 25. Mai in Kraft – für manche Unternehmen ein Schreckgespenst, denn sie sind noch mit der Umsatzung aller Anforderungen beschäftigt. Versicherer hingegen können aufatmen, denn sie sind aufgrund der besonders sensiblen Daten in ihren Beständen ohnehin auf dem höchsten Niveau beim Datenschutz.

Daten sind für Versicherer besonders wichtig

Ohne Datenerhebung ist es für Versicherer unmöglich, detaillierte Tarife auszuarbeiten. Die Kranken- und Lebensversicherungen gehen dabei mit den sensibelsten Daten um, deren Schutz  § 203 des Strafgesetzbuches regelt. Er definiert die Verschwiegenheitspflicht von allen Personen, die über Gesundheitszustand und Pflegebedürftigkeit von Patienten informiert sind, was neben Ärzten und Pflegern auch die Versicherer betrifft. Um in ihrem sensiblen Bereich die Datenportabilität zu gewähren, setzen Personenversicherer auf die Pseudonymisierung ihrer Daten.

Änderungen durch die DSGVO betreffen vor allem die Sanktionen

Die DSGVO regelt besonders die Sanktionen bei Verstößen. Durch ihre Formulierung des „berechtigten Interesses“ lässt sie hingegen neue Spielräume zu, wie das Hinweis- und Informationssystem (HIS) berichtete. Von diesen könnten auch die Versicherer profitieren.

Die Assekuranzen tun gut daran, sauber mit ihren Daten umzugehen, um deren Verwendung in Big-Data-Tools zu ermöglichen. Das ist neben der Modernisierung der IT eine der wichtigsten Voraussetzungen, um dauerhaft von Künstlicher Intelligenz profitieren zu können. Deren Entwicklung würde durch einen  unreflektierten Datenschutz nur gehemmt werden, was nicht im Interesse der Politik und Wirtschaft eines zukunftsorientierten Landes wie Deutschland sein kann.

 

 

 

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