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Kurz nach Hause telefonieren und die besten Bilder schicken – direkt vom Strand

Wer bisher immer auf das WLAN im Hotel gewartet hat, um seine Urlaubsbilder den Freunden zu schicken oder kurz zu skypen obwohl er zu Hause das mobile Datennetz genutzt hat, kann jetzt sorgloser im europäischen Ausland sein.

Seit Juni gilt die Aufhebung der Roaming-Gebühren in der gesamten EU.

Also los!

ABER natürlich gilt wie so häufig im Leben: Prüfen Sie vorher!

Was müssen Sie prüfen?

Hauptsächlich müssen Sie natürlich Ihren Vertrag prüfen:

  • Handelt es sich um einen Vertrag mit Flat-Rate?
  • Wie hoch wird das Daten-Volumen berechnet – oder gibt es hier auch eine Flat?

Und vor ist für die richtige Beurteilung wichtig: Wo fahren Sie eigentlich genau hin?

Außengrenzen beachten

Die EU hat auch nach ihrer letzten Erweiterung 2013 Grenzen – besonders im Osten müssen „Lücken“ beachtet werden. Denn bei der Durchreise kann das zu Änderungen im Tarif führen oder man vergisst schlicht, dass man noch nicht im Urlaubsland ist oder der Urlaubsort liegt grenznah und das Handy ist noch im Nachbarland eingelogged.

Im Osten ist es vor allem das Grenzgebiet um Kroatien – denn Serbien, Mazedonien und Albanien gehören der EU nicht an – und der Bereich um das Schwarze Meer herum.

Im Norden: Ausnahmen beachten

Wer lieber nördlich Urlaub macht, muss nicht so viel beachten. Trotzdem gibt es Ausnahmen. Im Norden Dänemarks liegt die erste: Die Färöer-Inseln gehören nicht der EU an. Trotzdem sind sie ein bekanntes Urlaubsziel. Sprechen Sie mit Ihrem Anbieter, ob beim Aufenthalt Roaming-Gebühren anfallen. Denn außerhalb des EU-Territoriums dürfen weiterhin Gebühren erhoben werden.

Noch weiter im Norden liegt Norwegen. Auch Norwegen ist nicht Mitglied der EU. Verschiedene Mobilfunkunternehmen bieten trotzdem eine Roaming-freie Kommunikation an – aber eben nicht alle. Wenn das nicht ausdrücklich in Ihrem Vertrag vereinbart ist, fragen Sie besser vorher nach. Wenn Sie den ganzen Urlaub über telefonieren und surfen, „als gäbe es kein Morgen“, kann das im Nachhinein sehr teuer werden!

Auskunftspflicht des Anbieters

Verlassen Sie sich nicht darauf – aber sie besteht: Die Auskunftspflicht des Mobilfunkanbieters. In der Praxis erhalten Sie eine SMS in der steht, was im Auslands-Netz gilt und was die einzelnen Dienste kosten sollen.

Aber nicht immer sind diese Nachrichten eindeutig, wenn es beispielsweise heißt „es sei denn, Sie verfügen über eine Flat-Rate“. Was gilt denn da nun? Fragen Sie vorher bei Ihrem Anbieter unbedingt nach, wenn Sie nicht sicher sind!

„In Frankreich gibt’s 50 GB und Telefon-Flat, nehme ich doch die! Und telefoniere trotzdem zu Hause!“

Die Abschaffung der Roaming-Gebühren ist keine Markt-Nivellierung oder Markt-Öffnung per Gesetz. So bleiben die Tarife auf ein Gültigkeitsland zentriert. Wer hauptsächlich im Ausland telefoniert, muss trotz der Roaming-Richtlinie mit Aufschlägen oder mit der Beschränkung seiner gebuchten Leistungen rechnen.

Hintergrund ist die Fair-use-Prämisse, die die meisten Mobilfunkanbieter ausgegeben haben. Sie bestimmen – für jeden Tarif einzeln, also für jeden Vertrag! – was Teil der Leistungen auch im Ausland sein soll und wo Fair-use endet und Mehrkosten berechnet werden.

Wer also in Frankreich oder Spanien einen Vertag abschließen und ihn in Deutschland nutzen will, wird mit damit scheitern. Denn die Anbieter überwachen bis zu 4 Monate rückwirkend, wo das Telefon genutzt wird.

PrePaid- und Daten-Tarife können beschränkt oder teurer werden

Mobilfunkanbieter zahlen untereinander 7,70 Euro je Giga-Bite (GB) für die Nutzung von Daten-Tarifen im Ausland. Diese 7,70 Euro dürfen Sie auch in Nicht-Flat-Rate-Verträgen weiterberechnen. Der Kunde muss zahlen.

Das gilt dann nicht, wenn Sie übe eine Flat-Rate für das Daten-Volumen verfügen. Aber Ihr Anbieter kann das Volumen im Ausland beschränken.

Über alles müssen Sie informiert werden. Aber Achtung: Manches ist schon gültig, wenn es im Vertag festgehalten wurde. Eine nochmalige Information im Ausland bleibt dann aus.

Vor allem PrePaid-Tarife ohne Daten-Roaming können dann schnell an ihre Grenzen stoßen, wenn die 7,70 Euro pro GB weitergereicht werden!

Neue Verträge

„Deutschland-Tarife“ werden teilweise als neuer Weg der Mobilfunkanbieter genutzt, die Roaming-Richtlinie zu umgehen. Technisch bedeutet das, dass sich das Handy in diesem Tarif im Ausland nicht in das Netz einwählt.

Diese Art von Tarifen ist meist erkennbar günstiger. Wenn Sie die Roaming-Option also ohnehin wenig oder gar nicht nutzen werden, können Sie hier sparen!

Alte Verträge mit Roaming-Option

Wenn Sie bisher die Roaming-Befreiung schon als Teil Ihres Tarifes hatten, ändert sich nichts. Was bislang als freiwillige vertragliche Leistung galt, ist jetzt eben gesetzlich geregelt. Für Sie ändert das nichts.

Aber: Es kann sein, dass die älteren Tarife Länder mit abdecken, die (siehe oben) nicht in der EU sind. Das ist im Vertrag beschrieben.

Beachten Sie aber auch Tarifanpassungen in Ihrem Tarif!

Fragen Sie immer und gewöhnen Sie sich an die Umstellung

Was ist mit Großbritannien? Was gilt auf den Inseln im Kanal und im Mittelmeer? Wie gilt die Regelung in den Überseegebieten der EU, wie Guiana und Reunion?

Fragen Sie vor der Reise unbedingt Ihren Anbieter und klären Sie, was wie gilt. Und lesen Sie Die Vertragsbedingungen! Denn die Anbieter regeln das unterschiedlich – und manche Gebiete sind klar Teil der EU, andere rechtlich verbunden.