BAV: Was müssen Berater können?

Frankfurter Kreis – der Finanztalk von Mein Geld TV zum Thema Betriebliche Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge könnte eine große Versorgungslücke im Alter decken. Durch das Betriebsrentenstärkungsgesetz hofft man auf eine größere BAV-Verbreitung und damit auf mehr Umsatz. Doch obwohl dieses Gesetz seit 2019 in Kraft getreten ist, liegt der Zuwachs laut einer Studie des Bundesarbeitsministeriums gerade mal bei 2,8 Prozent. An was dieser geringe Zuwachs liegen könnte und wie Vermittler und Makler dazu beitragen können, diesen Markt besser zu erfassen, um sich in Zukunft effizient auf das Sozialpartnermodell zu konzentrieren, darüber sprechen Experten der Branche im Finanztalk von Mein Geld TV mit Isabelle Hägewald.

Welche Anforderungen muss ein Berater heutzutage erfüllen, um eine optimale BAV-Beratung zu leisten und den Kunden damit langfristig an sich zu binden?

Neben einem umfassenden fachlichen und technischen Background als oberste Voraussetzung für eine gute Beratungsleistung sprechen die Experten weitere Anforderungen an, die Ihrer Meinung nach unabdingbar bei der betrieblichen Altersvorsorge sind:

Individuelle Beratung

: Ein Berater muss in der Lage sein, in seinen Beratungsansätzen sowie den Produktzugriffen ganz individualisiert auf den Arbeitgeber und noch viel mehr auf die Bedarfe der jeweiligen Arbeitnehmer einzugehen. Um nachhaltig eine erfolgreiche BAV im Unternehmen installieren zu können, müssen einzelne Aspekte, wie Arbeitszeitmodelle, Belegschafts- und Altersgruppen, ganz gezielt und individuell mit Beratungsleistung und Lösungen berücksichtigt werden. Wichtig ist dabei, den „Arbeitgeber im Boot zu halten“, da dieser die BAV unbedingt positiv in der Belegschaft kommunizieren muss.

Kommunikation auf mehreren Ebenen

: Nicht jede Beratungsleistung, die bei einem Betrieb zu erbringen ist, ist jedermanns Sache. Beim Geschäftsführer findet die Kommunikation beispielsweise auf einer anderen Ebene als bei einem Arbeiter statt. Jeder hat aber das Recht auf eine ordentliche Beratung auf einem Niveau, das er verstehen kann. Ein Vermittler muss daher entweder beide Sprachen sprechen können oder es muss zwei Vermittler geben.

Berater als Dienstleister:

Mit der Aufgabe eines Beraters ist es nicht damit getan, Versicherungsverträge zu verkaufen und Gespräche zu führen. Aufgrund der Komplexität der BAV sollte sich ein Berater als permanenter und begleitender Dienstleister verstehen und ein echter Problemlöser sein – neben dem Prozess der Beratung und der Abwicklung ist es daher wichtig, dass er auch bei Fragen und Problemen des Kunden nach dem Abschluss zur Stelle ist. Demensprechend fungiert ein Berater als fester Ansprechpartner und als Management des Kunden.

Berater als Moderator:

Die Moderatorfunktion ergänzt die Aufgabe des Dienstleisters. Ein Berater muss nicht alles beantworten können, allerdings sollte er wissen, welche Fachleute, welche Portale und welche Tools er im Bedarfsfall hinzuziehen kann.

Unser Versprechen

Nur ausgewählte und geprüfte Produkte auf moneycheck.de

  • Unverbindliche Anfragen und Vergleiche
  • Keine versteckten Gebühren
  • Beste Preis/Leistung