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Zinserhöhung in den USA – was passiert in Deutschland?

Die Federal Reserve, die Notenbank der USA (Fed), hat im Juni den Leitzins angehoben. Er liegt jetzt bei maximal 1,25% – 0,25 Prozentpunkte höher als zuletzt. Vorausgegangen war eine Zinserhöhung auf 1,0% früher im Jahr.

Keine einheitliche Meinung

Die Meinung von Experten geht auseinander. Während von einer „Wende bei der Geldpolitik“ gesprochen wird bei den einen, heißt es bei den anderen: „Keine Normalisierung der Geldpolitik“.

Der Börsenbericht der ARD nahm die 2. Zinserhöhung der Fed in diesem Jahr als Zeichen für eben eine Normalisierung. Die Analyse der Reaktionen am Markt bezeichnete das Magazin als „verhalten“.

Für den Immobilien-Sektor nahm beispielsweise die Interhyp keine wesentlichen Auswirkungen auf den Sektor der Immobilien-Kredite und -Darlehen an.

Hintergrund der Zinserhöhung ist die Zielvorstellung der Fed von Vollbeschäftigung und eine Inflationsrate von 2% in den USA. Die Arbeitslosigkeit liegt bereits jetzt niedrig – knapp über 4% – und auch die Inflationsrate wird sich nach Expertenmeinung demnächst nach oben verschieben. Obwohl sie zur Jahresmitte auf 1,6% gesunken war.

Aus Sicht vielen Banken war das Anheben des Leitzins folgerichtig – und vor allem solle es ein Vorbild für die Europäische Zentralbank sein.

Euro-Zone nicht entschlossen

Aus Bankenkreisen wird die Europäische Zentralbank (EZB) mehr oder minder aufgefordert, den Zinsschritt mit zu gehen und ebenfalls den Leitzins anzuheben. Im Juni 2017 liegt er bei genau 0%. Das ist seit Anfang 2016 so, ohne Veränderung.

Anfang Juni 2017 sagte der EZB-Chef Draghi in Tallin: Damit (mit einer Anhebung) sei perspektivisch nicht zu rechnen. Auch der Einlagenzins – eine Berechnung für eingelagertes Geld bei der EZB – wird zunächst bei -0,4% belassen. Die Banken, die überschüssiges Geld „über Nacht“ bei der EZB „parken“, werden damit weiterhin zur Kasse gebeten. Und wenn sie sich Geld ausleihen, geschieht das ohne Zinsberechnung.

Auch der Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB geht weiter – ein Gegenkurs zur Fed, denn die will beginnen, ihre Bilanzsumme zu reduzieren und Anleihen abzugeben.

Im Kontrast zu den USA könnte eine Anhebung des Leitzins in der Euro-Zone unter Berücksichtigung aller Äußerungen und Erwartungen sogar erst 2019 kommen – so die Einschätzung einiger Experten.

Gewinn für private Kleinkredite und Kredite

Für die Banken ist das schlecht – Zinserträge sind weiterhin niedrig. Aber für Kreditnehmer ist es gut, denn sie sparen perspektivisch Geld für Kreditrückzahlungen.