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Termin bei der Schuldnerberatung dauert länger – weitsichtig Handeln!

Kurzfristige Hilfe kann man von der Schuldnerberatung nicht zwingend erwarten – diesen statistischen Fakt hat das Statistische Bundesamt rückblickend für 2016 untersucht.

Mehr als 60% aller Terminsuchenden erhielt der Untersuchung nach die Erstberatung innerhalb von 3 Wochen. Aber für 10% dauerte die Terminvergabe mehr als 10 Wochen – deutlich zu lang für manchen. Dringlichkeitstermine gibt es gar nicht. Fristen werden während dieser Zeit überschritten und verstärken die schon vorhandenen Probleme.

Auch die Schuldnerberatung der Caritas gibt auf Ihrer Website an, dass die Terminvergabe „monatelang“ dauert und empfiehlt eine frühzeitige Anmeldung.

Bedeutung der Erstberatung

Die Erstberatung ist vor allem deswegen von Bedeutung, weil darin zentrale Ausgangsfragen geklärt werden.

Zum Beispiel:

  • Wie hoch ist die Verschuldung – was manchmal nicht einfach gesehen werden kann
  • Welche Verpflichtungen betreffen das tägliche Leben (Miete, Strom, Internet) und welches sind Mahnverpflichtungen, zum Beispiel aus Finanzierungskäufen?
  • In welchem Verhältnis stehen Einkommen und Verpflichtungen?

Auch die Erstellung eines Haushaltsplans kann Teil dieser Erstberatung sein.

Der wichtigste Inhalt ist jedoch das Herstellen von Klarheit und das Setzen von Prioritäten. Häufig ist verschuldeten Menschen „die Sache über den Kopf gewachsen“. Klarheit zu erlangen ist oft bereits Teil der Lösung. Vor allem kann dieser erste Termin dabei helfen, wichtige Fristen einzuhalten oder zu verlängern, damit kein schwerer Einbruch im Leben stattfindet. Zum Teil sind Familien und Kinder ebenfalls von der Verschuldung betroffen.

Vor diesem Hintergrund ist die lange Wartezeit auf einen Termin teilweise so folgenschwer.

Freie und kostenpflichtige Beratung

Wer eine Schuldnerberatung braucht, sollte zunächst nach kostenfreien Angeboten suchen. Sie werden meist von gemeinnützigen Trägern angeboten – oft entsprechenden Vereinen in öffentlicher oder privater Trägerschaft.

Die große Nachfrage lässt auf großen Bedarf schließen – und auch auf ein steigendes Bewusstsein für finanzielle Probleme.

Ursachen: Zum einen sind Angebote zur Kleinfinanzierung allgegenwärtig – vom Kühlschrank bis zum Flatscreen. Zum anderen ein zu geringes Einkommen für zu große Ansprüche. Und wenig Übersicht in Finanzdingen bei der Kreditaufnahme.

„Verschuldung“ beginnt übrigens nicht bei einer bestimmten fixen Summe. Sondern die Relation zwischen Einkünften und Verpflichtungen ist entscheidend – sprich: „Geht mehr raus, als rein kommt“, ist man überschuldet.

Schuldnerberatungen warnen angesichts der dringlichen Termin-Situation vor zu viel Zögern. Frühzeitige Terminvereinbarungen – wenn möglich an mehreren Stellen – machen eine frühere Lösung erst möglich.